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Quelle: stimme.de

Redakteurin: Nicole Theuer

Artikel vom 18.05.2010


Fast im Dauereinsatz: Klarinettistinnen der Stadtkapelle Eppingen spielen im Hartmanni-Gymnasium.Foto: Franz Theuer

Eppingen - Nach und nach füllte sich die Aula des Hartmanni-Gymnasiums, bis fast jeder Platz besetzt war. Aus den einzelnen Klassenzimmern klang es währenddessen noch recht schräg. Die Jugend der Stadtkapelle spielte sich ein, und so mancher Besucher befürchtete ein Konzert mit atonaler Musik. Aber Übung und Vortrag sind zwei Paar Schuhe. Im Konzert spielten die jungen Musiker wunderbar harmonisch und ernteten den hoch verdienten Applaus.

Einblick

Meinhard Volpp, Vorsitzender der Stadtkapelle, gab den Besuchern einen kleinen Einblick in die vielfältige Jugendarbeit. "Jugendarbeit ist ein bisschen wie Gartenarbeit", meinte er. "Man macht sehr viel, investiert sehr viel, aber was am Ende rauskommt, weiß man nicht." Volpp mahnte die Zuhörer, nicht auf die Fehler zu schauen. "Fehler sind Herausforderungen, denen man sich stellen muss und aus denen man lernt." Doch die Befürchtungen des Chefs waren unbegründet, kleine Unsauberkeiten hörten nur die Fachleute heraus, und Schnitzer waren den jugendlichen Akteuren auch schnell verziehen.

In gewohnter Weise führte Marvin Ziebell durch das Programm. "Marvin, du musst viel erzählen, wir haben nicht so viel Programm." Mit dieser Vorgabe, so der Dampfplauderer, habe ihn die Kapelle auf die Bühne geschickt. Der Klarinettist gab sich alle Mühe, der Vorgabe gerecht zu werden. Er plauderte mit den Solisten und auch aus dem Nähkästchen.

Den ersten Teil des Konzerts bestritt das Jugendorchester unter Leitung von Simone Volz. Jugendgerechte Stücke hatte die Dirigentin auf den Spielplan gesetzt. Nach der Sax Attack von Mark Williams, bei der die Saxofone ihren großen Soloauftritt hatten, zeigte Felix Pfeffer mit der Posaune seine Qualitäten als Solist. Nachdem Theresa Schäfer mit dem Horn die Abendstimmung von Pavel Stanek dargeboten hatte, nahm das Orchester die Besucher auf eine Reise durch die bekanntesten Kinderfilmmelodien mit. Heidi, Pippi Langstrumpf, die Schlümpfe oder Biene Maja erstanden auf der Bühne musikalisch.

Ohne Aufregung

Hatte das Orchester schon großartig gespielt, so flogen den Blockflötenkindern, den kleinsten Musikjüngern, die Herzen der Konzertgäste zu. Niedlich anzusehen, wie die Kleinen ohne große Aufregung spielten. Egal ob Kinderlieder aus England oder Frankreich oder Ludwig van Beethovens "Freude schöner Götterfunken": Die Kinder spielten sicher und fehlerfrei, genau wie die Bläser, die zunächst zahlreiche Soli absolvierten, ehe zum Abschluss die Bläserklasse unter Michaela Maier ihr Können unter Beweis stellte.

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