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Quelle: stimme.de

Redakteur: Simon Gajer

Artikel vom 06.06.2010


hunderte-besuchen-blasmusiktageEppingen - Alles andere als eintönig ist die Blasmusik in Eppingen. Die Bandbreite in der Fachwerkstadt reicht vom Dreivierteltakt über Rockstücke von Robbie Williams bis hin zu konzertanten Klängen. Das verdeutlichten die Blasmusiktage im Rahmen der Heimattage. Kompakt präsentieren sich die Vereine an einem Ort: Eppingens Musiker ziehen an einem Strang. Nicht umsonst gilt die Stadt mit sechs Musikvereinen und über 500 aktiven Musikern als Blasmusikhochburg im nördlichen Baden-Württemberg.

Freude am Spiel

Während am Samstagabend die Stadtkapellen-Musiker auf der Bühne in Position gingen, verstaute Wolfgang Scheib bereits seine Klarinette. Er gehört zu den 52 Musikern aus Rohrbach, die den Auftakt übernahmen. Erster zu sein, hat natürlich seine Vorteile. Er grinste: „Jetzt können wir entspannen und genießen." Zwei Tage gehören den Orchestern. „Das bietet die Möglichkeit, den Besuchern zu zeigen, was Blasmusik ist", sagte der Musiker. „Nicht nur Bierzelt." Das Festival ist aber nicht nicht nur Werbung in eigener Sache. „Es macht Spaß."

Das verdeutlichten die Musiker über das ganze Wochenende, obwohl die Zuschauerzahlen stark schwankten – von 2000 am Samstag bis zu wenigen Dutzend in der Hitze des Sonntags. Rock, Pop, Party: Unter dieser Überschrift stand der erste Tag, bei dem die Stadtkapelle neben Schlagern wie Udo Jürgens „Aber bitte mit Sahne" auch Robbie Williams „Let me entertain you" anstimmten.

Bläser würzten Funk und Soul: Diese Mischung bot die Band Café Wha um den Eppinger Andreas Daiber, die stellenweise von Stadtkapellen-Bläsern unterstützt wurde – etwa bei „Mustang Sally" oder Lionel Richies „Easy". Diese Mischung fasziniert, fanden Café-Wha-Sängerinnen Sabrina Rieder und Stefanie Kemmler, die außerdem zu den Bands Diener 4 beziehungsweise Nurce gehören. „Das ist cool", sagte Stefanie Kemmler über die Bläser. Wobei: Die Ergänzung setzt Arbeit voraus, die Stücke mussten umgeschrieben werden. „Viel Zeit, viel Schweiß, viel Arbeit steckt drin", sagte Sabrina Rieder.

Kräftig die Musik aus dem Film „Fluch der Karibik", dazu der Marsch „Die Sonne geht auf": Der gelungene Start in den konzertanten Sonntag gestaltete das Jugendorchester des Blasmusikkreisverbands Heilbronn. Zwei Tage voller Musik, davon profitieren auch die Musiker. „Man sieht, was die anderen leisten. Dort können wir uns Anregungen holen", sagte beispielsweise Simon Fischer aus Stein am Kocher, der im Orchester Trompete spielt.

Gemeinsam

Die Feuerwehrkapelle Mühlbach sowie die Musikvereine aus Kleingartach und Mühlbach gestalteten noch den Sonntag, ehe das Landespolizeiorchester das Festival um 19 Uhr beendet. Eines zeigte das Wochenende deutlich: Die Blasmusiker aus den Ortsteilen gingen im Rahmen der Heimattage denselben Weg wie die Heimatvereine vor wenigen Wochen: Sie präsentieren sich gemeinsam, lobte Oberbürgermeister Klaus Holaschke bei der Eröffnung.

Dies ist etwas Besonderes, sagte ebenfalls Friedlinde Gurr-Hirsch, CDU-Staatssekretärin und Vorsitzende des Blasmusik-Kreisverbands Heilbronn: Diese Blasmusiktage seien im Landkreis einmalig. „Da braucht man schon einen besonderen Menschenschlag, um so etwas durchzuziehen."

Beginn des Konzerts 19 Uhr
Eintritt 10 Euro
ermäßigt 6 Euro

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