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Quelle: stimme.de

Redakteurin: Pfäffle

Artikel vom 09.10.2009


Marian Marc Margowski ist neuer Dirigent der Stadtkapelle. Foto: Pfäffle

Eppingen Es hat alles gepasst. Das Konzept von der künftigen Ausrichtung des Blasorchesters, der nötige Ehrgeiz und vor allem das Probedirigat, das nicht nur lehrreich, sondern auch viel zu schnell zu Ende war. "Musik ist unser Hobby, das muss uns Spaß machen", betont Marko Vischer, Zweiter Vorsitzender der Stadtkapelle Eppingen. Und Spaß haben sie jetzt mit ihm: Marian Marc Margowski, dem neuen Dirigenten.

Student Der 25-Jährige studiert im achten Semester Schulmusik in Karlsruhe. Dort las er am Aushang von der Stadtkapelle, die sich nach elf Jahren im Guten von Thomas Maier getrennt hatte. Eineinhalb Jahre lang hat der junge Lübecker schon den Posaunenchor in Eggenstein geleitet. Ein größeres Ensemble reizte ihn nun. Er bewarb sich.

Komponist

Selbst spielt Margowski Klavier und Trompete. Aber erst im Studium lernte er das Dirigieren kennen. "Das war so gut, dass ich es nach dem Grundstudium zum Leistungsfach wählte", erzählt er. Richtige Freude am Dirigieren entwickelte er dann beim Posaunenchor in Eggenstein. "An der Hochschule haben wir kaum Gelegenheit, die Theorie in die Praxis umzusetzen." Dort aber konnte er Musikgeschichte und Musiktheorie anhand des Notenmaterials vermitteln und sein Wissen über das Leben des Komponisten in die Interpretation mit einfließen lassen.

Genau das möchte er nun auch in Eppingen tun. "Ich mache mir viele Gedanken darüber, wie ein Werk zu interpretieren ist", erzählt Margowski. Viel zu oft würden Stücke nur mathematisch abgespielt. "Wenn der Musiker aber weiß, warum er etwas wie spielen soll, kann er es für den Zuhörer spannender gestalten." Er ist sich sicher, dass der Unterschied hörbar ist.

Schüler

Auch von der Jugendarbeit der Stadtkapelle ist Margowski überzeugt. Bei drei Orchestern können sich die Kinder nach oben musizieren. "Ich finde, gerade für Schüler ist Musik ein wichtiger Ausgleich", fügt er hinzu. Musik helfe, die Alltagssorgen zu vergessen. Gleichzeitig schule sie im Orchester Ordnung, Disziplin und Rücksichtnahme, was später in jedem Beruf förderlich sei. In der Stadtkapelle möchte der junge Dirigent zunächst einmal das Niveau halten.

Der 25-Jährige wünscht sich, dass sich jeder Musiker weiterentwickeln kann, dass er lernt zu interpretieren und wiederkehrende Elemente richtig zu phrasieren. "Sie sollen die Stücke nicht nur mit dem Intellekt, sondern mit Herz und Seele spielen", sagt er. Den Bereich Jazz will er ausbauen und mit dem Einstudieren von Bluestonleitern freie Improvisation fördern.

Der erste große Auftritt des neuen Dirigenten ist das Jahreskonzert der Stadtkapelle am 21. November, 19.30 Uhr, in der Hardtwaldhalle mit dem Thema Zauberhaft.

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