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Quelle: stimme.de

Redakteurin: Stefanie Pfäffle

Artikel vom 29.09.2010


Könner an der Posaune: Seit 1984 ist Armin Fischer-Thomann Mitglied der deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Mit der Eppinger Stadtkapelle bereitet er das Jahreskonzert vor.Foto: Stefanie PfäffleEppingen - Armin Fischer-Thomann sitzt der Schalk im Nacken. Das Grinsen ist sein ständiger Begleiter, auch wenn er seinen Job richtig ernst nimmt. Denn wenn es ans Proben geht, dann wird der Berufsmusiker zum "harten Hund", wie es Marko Vischer, Pressewart der Stadtkapelle, formuliert. "Das ist gut, genauso was brauchen wir jetzt: erreichbare Ziele setzen, für die man was tun muss." Das erste gemeinsame Ziel ist das Jahreskonzert am 20. November mit Fischer-Thomann als neuem Dirigenten.

Kontakte Erst vor einem Jahr hatte der Verein mit Marian Marc Margowski einen neuen Leiter präsentiert, doch die Zusammenarbeit mit dem jungen Mann lief nicht so gut wie erhofft. "Wir hatten gegenseitig falsche Erwartungen, und am Schluss war das Orchester mit sich selbst nicht mehr zufrieden", formuliert es Vischer. Dass der Student nun nach Österreich zieht, gab den letzten Ausschlag.

DThomann auf jeden Fall bei der Stadtkapelle.

Der geborene Crailsheimer ist in einer Jugendkapelle groß geworden, spielte zunächst Trompete, dann Tenorhorn und schließlich Posaune. Bei der blieb er auch. Vier Jahre im Musikkorps der Bundeswehr folgten, bevor sich der Vater einer Tochter ans Studium an die Musikhochschule nach Würzburg aufmachte. "Es war immer mein Wunsch, eine Orchesterstelle zu bekommen, das hab ich schon mit 15 beschlossen, ohne von irgendwas Ahnung zu haben", erzählt er. Und es klappte tatsächlich. Seit 1984 ist er Mitglied der deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, ein Sinfonieorchester auf Reisen.

Viel unterwegs Seitdem kommt er nicht nur viel herum, sondern studierte nebenher Barockposaune in Trossingen, und seit sieben Jahren spielt er E-Bass in einer Country- und Westernband. Ein Mann mit einem breit gefächerten Musikgeschmack also. Seine Heimat hat er in Dudenhofen, einem Vorort von Speyer, gefunden. Genau da könnte auch das Problem liegen, denn bei den Freitagsproben braucht Fischer-Thomann wegen des Verkehrs fast eine Stunde nach Eppingen. Deswegen wollen beide Seiten bis zum Konzert testen, ob das auf Dauer machbar ist und die Zusammenarbeit stimmt.

Bis jetzt fühlt sich der Dirigent, der Blaskapellen nach eigener Aussage einfach aus Spaß an der Freude leitet, allerdings pudelwohl. "Im Orchester spielen sehr junge Musiker, die noch heiß sind, gefordert und gefördert werden wollen, und bis jetzt hab ich noch keinen erlebt, der nicht bereit ist, das Letzte zu geben", hebt er positiv hervor. Vischer ergänzt: "Auch das Orchester fühlt sich mit ihm wohl, das gab es noch nie, dass gar keiner mault, wenn die Proben länger dauern." Da scheinen sich diesmal wirklich zwei gefunden zu haben.

Das Jahreskonzert unter dem Motto "Heldenhaft" findet am Samstag, 20. November, ab 19.30 Uhr in der Hardwaldhalle statt.

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