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Quelle: stimme.de

Artikel vom 22.11.2009


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Eppingen - Unter dem Motto "Zauberhaft" lädt die Stadtkapelle diesmal zu ihrem Jahreskonzert in der Hardwaldhalle. Und wahrlich magisch erscheint die Hexe, die auf ihrem Besen vor der Silhouette des mächtigen Vollmondes über den Bühnenhimmel reitet. Ins "Zauberland", ein Stück von Kurt Gäble, entführt das Jugendorchester die Zuhörer auch sogleich, bevor es dann weiter geht ins geheimnisvolle Reich der Hexen.

Wundertüte Mit einem Stück aus dem Musical "Wicked" stimmen die Nachwuchsmusiker unter der Zauberstabsführung von Simone Volz die Gäste auf einen Abend ein, der einer Wundertüte gleicht: geheimnisvoll, überraschend und wie verhext. Mit "Orpheus in der Unterwelt" (Jacques Offenbach) eröffnet die Stadtkapelle und setzt dann mit "Die Hexe und die Heilige" einen Höhepunkt des Abends. Die Musik ist unheimlich und aufregend, bedrohlich klingen die Kirchturmglocken, wild ist die Jagd nach der Hexe.

Anspruchsvoll Das i-Tüpfelchen bildet Klarinettist Marvin Ziebell. Mit seiner überaus pfiffigen Moderation ordnet der 18-Jährige die Stücke und ihre Geschichte in den zauberhaften Kontext ein. Nach der ersten Hälfte des Konzerts ist der Klarinettist froh, einmal tief durchatmen und das Instrument aus der Hand legen zu können.

"Dieses Mal ist es wirklich heftig. Die Klarinetten haben kaum Pause", meint er.

Schon die Proben seien manchmal etwas anstrengend gewesen, der neue Dirigent Marian Margowski fordert die Truppe. "Er will alles ganz genau machen", schmunzelt Marvin Ziebell. "In zweieinhalb Monaten ein Konzert auf diesem Niveau einzustudieren, ist wirklich schwierig", erklärt Rainer Nagel. Von Anfang an ist er bei der Stadtkappele dabei und spricht aus Erfahrung: "Dirigent und Orchester brauchen zwei bis drei Jahre, bis sie sich völlig aufeinander eingestellt haben." Ein nahezu magische Leistung also, die der Dirigatsstudent Marian Margowski da mit dem Orchester vollbracht hat. Da sei es verziehen, wenn doch mal ein verflixter Ton oder Takt wackelt. "Es ist erstmal viel Freude dabei. Aber es ist nicht einfach, den Stand eines Orchesters in so kurzer Zeit zu überblicken. Aber ich bin höchst zufrieden, wie haben uns sehr entwickelt", freut sich der 25-jährige Margowski.

Bravo-Rufe Mit der "Peer Gynt Suite Nummer1" von Edvard Grieg und "Thriller" (Michael Jackson) zeigt das frisch zusammengeführte Orchester, welche musikalische Bandbreite es sich erarbeitet hat - ganz ohne Zauberei. Mit lautem Applaus und Bravo-Rufen honorieren über 500 Zuhörer die Musiker.

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